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Wie Stress das Herz schädigt

 

  • Stress treibt das Herz zu Leistungen, die vom Körper gar nicht gefordert werden.
  • Diese überhöhte Leistung kann mittelfristig zu Herzschädigungen führen.
  • Stress kann durch Ablagerungen in den Koronargefäßen zu Herzschädigungen und damit zum Stressinfarkt führen.
  • Die Ursachen der Todesfälle in den letzten Jahren wurden untersucht:
    Jeder zweite starb an Herzinfarkt; davon wiederum jeder zweite an Stressinfarkt.


So können  auf einfache Weise Risikogruppen über große Zeiträume  beobachtet und auf möglicherweise bedenkliche Veränderungen hingewiesen werden.

 

Beispiel eines Verlaufs von deutlichen Veränderungen


(Die Herzportraits stellen beispielhaft die Beobachtung einer einzelnen Person über mehrere Monate dar)
 
  Verlauf  
 
1. Keine Abweichungen im EKG und keine Stressbelastung
2. Keine Abweichungen im EKG, Stress im normalen Bereich
3. Keine Abweichungen im EKG, Stress im erhöhten Bereich
4. Keine Abweichungen im EKG, Stress sehr hoch
     Stressdeckel zeigt sehr dunkle, lila Verfärbung, Stress ist 100%
5. Minimale Abweichungen im EKG, Stress sehr hoch
     Die vordere, untere Spitze ist leicht abgerundet (T-Welle wird kleiner)
6. Erhöhte Abweichungen im EKG, Stress sehr hoch
     Die vordere, untere Spitze geht zurück und wird gelblich (T-Welle ist nicht mehr vorhanden)
7. Sehr hohe Abweichungen im EKG, Stress sehr hoch
    Die vordere, untere Spitze wird hochgezogen und verfärbt sich rötlich (ST-Strecke ist gesenkt)

Der Arzt würde nur die EKG Kurven, aus denen die Herzportraits 6 & 7 erstellt wurden, als bedenklich befunden.

Man kann wertvolle Hinweise auf möglicherweise bedenkliche Veränderungen schon Wochen oder Monate im voraus anzeigen, wenn die Herzportraits regelmäßig verglichen werden.
 

Studie "Wie Stress das Herz schädigt"

Psychologischer Stress kann zum Herztod führen. Eine Gruppe deutscher Wissenschaftler hat nachgewiesen, dass akuter  Stress die Konzentration des Intercellular Adhesion Molecule (ICAM-1) sowie von Cortisol im Blut erhöht. ICAM-1 ist einer der Faktoren, der für die Enstehung von Arteriosklerose verantwortlich ist und zu koronarer Herzerkrankung und Myokardinfarkt führen kann.

In der Zeitschrift Psychopharmacology (2003, 165: 11-117) berichten die Forscher um die Charitè-Mediziner Andreas Heinz und Michael Bauer von Versuchen an 18 gesunden, männlichen Ärzten. Sie wurden dem psychologischen Stress ausgesetzt, eine öffentliche Rede zu halten. Bluttests vor und nach dem Ereignis wiesen einen statistisch signifikanten Anstieg der ICAM-1- und Cortisol-Werte auf.

Erhöhte ICAM-1 - Konzentrationen können zur koronarer Herzerkrankung und Immunstörungen beitragen. Das Adhäsionsmolekül spielt eine Vermittlerrolle bei der Reaktion des Immunsystems und bei Entzündungsherden. ICAM-1 sorgt dafür, dass Monozyten, Lymphozyten und Neutrophile sich am aktiven Endothelium anlagern, jenen Zellen, die die Blutgefäße auskleiden. Solche Anlagerungen sind erste Anzeichen für sich entwickelnde Arteriosklerose oder Arterienverkalkung.

Frühere Studien mit Affen und Menschen hatten bereits belegt, dass erhöhter täglicher Stress das Risiko für einen Myokardinfarkt vermehrt - eine der führenden Todesursachen in Industrienationen. Die Charitè Studie ist die erste Untersuchung, die einen Zusammenhang zwischen Adhäsionsmolekül-1 und akutem Stress aufstellt.

"Akuter Stress verändert das Verhalten des Immunsystems", so die Forscher.

Sie weisen darauf hin, dass die langfristigen Auswirkungen erhöhter ICAM-1- und Cortisol-Werte noch zu untersuchen seien.

 

 Maßnahmen gegen Stressbelastung

  • Vermeiden von Stressoren
  • Kräftigung des Herzens, damit es dem Stress nicht wehrlos ausgesetzt ist

 

 
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